Zion National Park: Eintauchen in die Stille der Natur

Faszinierende Erlebnisse für Wanderer und Naturliebhaber

Lisa
9. August 2019
46 Bewertungen

Die unberührte Schönheit der Natur im Zion National Park stellt einen reizvollen Kontrast zur lauten bunten Erlebniswelt von Las Vegas dar. Um die Landschaft wirklich in Ruhe zu genießen und auf euch wirken zu lassen, solltet ihr mindestens einen ganzen Tag oder besser noch eine Zwischenübernachtung einplanen.

Der Zion National Park in Utah

Steil aufragende rote Felsen, imposante Canyons, stille Flüsse und viel Grün: Der Zion National Park entspricht dem Klischeebild des unberührten „Wilden Westens“. Es fällt nicht schwer zu glauben, dass euch bei eurer Wanderung hinter der nächsten Biegung eine Gruppe Auswanderer mit Planwagen oder ein einsamer Cowboy entgegenkommt. Viele Menschen statten dem Zion National Park lediglich einen kurzen Besuch ab und fahren gleich zum Bryce Canyon weiter. Es lohnt sich jedoch, längere Zeit zu verweilen, um die im Zion National Park zu findenden Sehenswürdigkeiten in Ruhe auf gut ausgeschilderten Wanderwegen zu erkunden. Bringt ihr mehr Zeit mit, legt eine Zwischenübernachtung ein, ehe ihr euren Ausflug durch die Nationalparks des Westens am nächsten Tag fortsetzt.

Zion National Park: Wetter & Klima

Die beste Zeit für Ausflüge in den Zion Canyon sind der Frühling und der Herbst. Zwischen Juni und September können die Temperaturen auf weit über 30 °C steigen. Außerdem kann es dann zu den gefürchteten Flash Floods kommen. Seid ihr im Sommer unterwegs, denkt unbedingt an umfangreichen Sonnenschutz und nehmt viel Trinkwasser mit!

Im Winter regnet und schneit es oft. Kurze Wanderungen auf den einfachen Wegen haben jedoch ihren eigenen Reiz, wenn Schnee die imposanten rot-braunen Felsen wie eine feine Puderzuckerschicht bedeckt. Anspruchsvolle Wanderungen wie der Aufstieg nach Angel’s Landing sind dann meist nicht möglich, weil die Wege gesperrt sind.

Apropos Sperrungen: Immer wieder kommt es durch herabgestürzte Felsbrocken und Sturmschäden dazu, dass Wanderwege ganz oder teilweise gesperrt werden müssen. Plant ihr einen Ausflug auf eigene Faust, schaut vorab auf der offiziellen Website des Zion National Park nach Hinweisen zu den Current Conditions.

Habt ihr eine organisierte Kleingruppentour ab Las Vegas zu den Nationalparks gebucht, wird sich die Reiseleitung entsprechend um alles kümmern und das Programm bei Bedarf anpassen. Eine solche Tour mit deutschsprachigem Guide ist sehr empfehlenswert, wenn ihr euch einen eigenständigen Ausflug nicht zutraut oder ganz einfach entspannen und die Organisation jemand anderem überlassen wollt.

ZION NATIONAL PARK TOUR ANSEHEN

Zion National Park

Tour: Zion-Nationalpark & Bryce Canyon Kleingruppentour

Inbegriffen sind:

  • Eintrittsgebühren
  • Tafelwasser
  • Getränke
  • Frühstück
  • Snacks
  • Fahrer /Guide
  • Hotelabholung und Rücktransfer

Nicht inbegriffen sind:

  • Trinkgelder (optional)
  • Ausrüstung (falls benötigt)

ZION & BRYCE TOUR ANSEHEN

Wissenswertes zum Zion Canyon und zum Zion National Park

Der Zion National Park umfasst ein 579 Quadratkilometer großes Gebiet um den Zion Canyon im Südwesten des Bundesstaates Utah. Einziger größerer Ort und Tor zum Nationalpark ist Springdale am Südrand des Parks. Die Distanz zu Las Vegas beträgt etwa 250 Kilometer auf dem Highway 15 Richtung Salt Lake City. Höchster Punkt im Zion National Park ist der 2.660 Meter hohe Horse Ranch Mountain.

Die beiden Quellarme des Virgin River durchziehen den heutigen Nationalpark und fließen bei Springdale zusammen. Von hier setzt der Fluss seinen Weg durch Arizona und Nevada fort, ehe er in den künstlich angelegten Stausee Lake Mead bei Las Vegas mündet. Der nördliche Quellarm des Flusses (North Fork) durchzieht den namensgebenden Zion Canyon, den touristischen Hauptmagneten der Region.

Die Geografie im Zion National Park: Sehenswürdigkeiten und Naturwunder

Im Laufe der Jahrtausende formte die Natur aus dem weichen Sandstein zahlreiche beeindruckende Felsformationen, die in zahlreichen Rot- und Brauntönen leuchten. Die unberührte Landschaft bietet zudem zahlreichen seltenen Tieren einen Rückzugsraum. Mit viel Glück seht ihr unter anderem Wanderfalken, Buntfalken und den beeindruckenden amerikanischen Kondor am Himmel kreisen, während sich im Gebüsch unzählige Streifenhörnchen tummeln.

Zion Canyon und zum Zion National ParkBei einem Tagesausflug zum Zion National Park ab Las Vegas seht ihr die wichtigsten Highlights während der Fahrt auf dem Zion Canyon Scenic Drive. Dieser wird von kostenlosen Shuttle-Bussen befahren, die am Visitor Center in Springdale starten. Praktisch dabei: Ihr könnt aussteigen, ein Stück wandern und an einem anderen Haltepunkt in einen anderen Shuttle-Bus einsteigen.

3-Tages-Tour durch die Nationalparks von Las Vegas: Grand Canyon, Zion, Bryce Canyon

Auf dieser 3-Tages-Tour fährst Du von Las Vegas zum Grand Canyon und Lake Powell in Arizona sowie zum Bryce Canyon National Park und Zion National Park in Utah. Entdeck die natürliche Schönheit dieser Canyon-Felsformationen und die umliegenden Gewässer und genieß die landschaftlich sehr schöne Gegend mit deinem erfahrenen Guide.

Enthalten sind:

  • 2 x Frühstück
  • Inbegriffene Unterkunft: 2 Nächte
  • Professioneller Reiseleiter
  • Transport mit einem 15-Personen-Van oder einem großen Bus
  • 2 Übernachtungen in einem Hotel inklusive Steuern und kontinentalem Frühstück
  • Kreuzfahrt auf dem Lake Powell
  • Eintritt – Grand Canyon National Park
  • Eintritt – Grand Canyon Desert View Watchtower
  • Eintritt – Grand Canyon Visitor Center South Rim
  • Eintritt – Lake Powell
  • Eintritt – Bryce Canyon National Park
  • Eintritt – Zion National Park

Nicht enthalten sind:

  • Speisen und Getränke (außer 2 Frühstücke)

3-TAGES-TOUR ANSEHEN

Kommt ihr mit dem eigenen Auto, könnt ihr nur zu bestimmten Parkplätzen fahren, die auf der Zion National Park Map eingezeichnet sind, und von dort im Zion National Park wandern gehen. Die schönsten Ziele und Trails im Überblick:

Zion Narrows

Die viel fotografierten Zion Narrows sind eine 26 Kilometer lange Abfolge besonders enger Canyons, durch die sich der Virgin River über Jahrmillionen gegraben hat. Oft ist der Pfad zwischen den steil aufragenden rot-braunen Sandsteinen nur wenige Meter schmal. Von der Shuttle-Bushaltestelle Temple of Sinawava führt der 1,8 Kilometer lange Riverside Walk durch einen besonders schönen Abschnitt der Zion Narrows. Er ist einfach zu begehen und auch für kleine Kinder, Senioren und Rollstuhlfahrer geeignet. Wenn ihr noch mehr sehen wollt und ausreichend Kondition mitbringt, könnt ihr die Wanderung auf verschiedenen Wegen zum Beispiel zum North Fork des Virgin River und zum Orderville Canyon fortsetzen. Wollt ihr die kompletten Narrows durchwandern, plant den ganzen Tag ein und denkt daran, dass ihr teilweise durch hüfthohes Wasser waten müsst.

Achtet auf alle Fälle auf die Wettervorhersage für den Zion National Park. Bei Regenfällen kann der stille Virgin River sehr schnell sehr stark ansteigen und für „Flash Floods“ sorgen. Nehmt Warnungen unbedingt ernst und verzichtet auf die Wanderung, wenn Regen angekündigt wird.

Zion Narrows USA

Emerald Pools

Eine schöne Wanderung auch für Kinder ist der Weg zu den Wasserfällen der Emerald Pools. Dieser einfache Wanderweg führt durch schattige Wälder zu den beiden smaragdgrünen Teichen, in die sich malerische, allerdings recht dünne Wasserfälle ergießen. In manchen älteren Reiseführern findet ihr möglicherweise noch den Hinweis, dass das Baden in den Emerald Pools erlaubt ist. Aufgrund der stark gestiegenen Anzahl von Touristen im Zion National Park wurde der Zugang zu den Teichen mittlerweile gesperrt. Ihr könnt euch aber auf großen Felsbrocken im Schatten von der schweißtreibenden Wanderung erholen, ehe ihr den Rückweg antretet.

Angel’s Landing

Der „Landeplatz der Engel“ ist ein 1.765 Meter hohes Felsplateau oberhalb des Virgin River. Auf dem etwa 4,35 Kilometer langen Wanderweg zum Gipfel überwindet ihr einen Höhenunterschied von 450 Metern. Dieser Weg erfordert Trittsicherheit. Außerdem solltet ihr schwindelfrei sein, denn das letzte Stück ist nur über schmale, von Ketten zum Festhalten gesicherte Pfade zu erreichen. Für den Aufstieg werdet ihr dann mit einem grandiosen Ausblick in 500 Meter Tiefe auf den Fluss belohnt, der sich hier in einer Schlinge um die Felsen windet. An sonnigen Tagen denkt bitte unbedingt an ausreichend Sonnenschutz, denn Schatten werdet ihr vergeblich suchen!

Checkerboard Mesa

Am Ostrand des Zion National Park liegt ein letztes Highlight, das mindestens einen Fotostopp wert ist: der mächtige Tafelberg Checkerboard Mesa mit seinen verschiedenfarbigen Gesteinsschichten. Wollt ihr hinaufsteigen, plant je nach Tempo und Pausen etwa zwei bis vier Stunden ein.

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, im Zion National Park zu wandern. Der Canyon Overlook Trail an der Route 9 bietet immer wieder tolle Ausblicke, und auf dem Northgate Peaks Trail am Kolob Canyon wandert ihr fernab der Besuchermassen. Der Weg „Subway from the Bottom“ über verschlungene Felsenpfade und durch flache Gewässer ist mittlerweile so gefragt, dass die Nationalparkverwaltung eine Lotterie einführen musste: Nur eine bestimmte Anzahl glücklicher Gewinner erhält täglich Zugang zu dieser 10 Kilometer langen Route.

Geheimtipp: Kolob Visitor Center

Fernab vom Rummel am südlichen Zion Canyon, dem Main Canyon, findet ihr direkt am Highway 15 weiter nördlich das winzige Kolob Visitor Center. Hier zahlt ihr für den Zion National Park Eintritt und fahrt entlang des Taylor Creek zu weitestgehend menschenleeren Wanderwegen wie dem Taylor Creek Trail und dem Timber Creek Lookout Point.

Übernachten im Zion National Park: Camping & Hotels in Springdale

Um die Naturschönheit im US-amerikanischen Westen so richtig zu genießen, solltet ihr mehrere Tage einplanen. Sehr bequem ist eine organisierte 3-Tages-Tour durch die Nationalparks Zion, Bryce Canyon und Grand Canyon ab Las Vegas mit Zwischenübernachtungen in Hotels. Natürlich könnt ihr das Programm auch selbst mit einem Mietwagen organisieren oder ein Wohnmobil mieten und auf Campingplätzen übernachten.

Als Tor zum Zion Canyon gilt der Ort Springdale an der Route 9 – Zion-Mount Carmel Highway. Von Las Vegas kommend folgt ihr dem Interstate Highway 15 bis zum Exit 16 – Harrisburg Junction – in Richtung Springdale. Der Ort am Virgin River bietet mehrere typische US-Hotelketten und Motels, zum Teil auch mit Swimmingpool. Dazu gibt es etliche Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Übernachtet ihr am Zion-Nationalpark im Hotel, lasst das Auto dort und nehmt die ständig verkehrenden kostenlosen Shuttles zum Parkeingang. Dort gibt es große Parkplätze für Tagesausflügler, die meist schon vormittags ziemlich voll sind. Der Eintritt kostet 20 US-Dollar für Fußgänger. Wollt ihr das Auto mitnehmen, zahlt ihr an der Mautstelle 35 US-Dollar für Auto und Insassen.

Ehe ihr zum Zion Canyon fahrt, macht einen kurzen Zwischenstopp am Zion Human History Museum direkt hinter der Mautstation in Springdale. Hier erfahrt ihr Wissenswertes über die Besiedlung der Region im Laufe der Jahrtausende, und ihr seht die karge Welt der Canyons später mit anderen Augen.

Zion National Park Camping

Die beiden offiziellen Campingplätze South Campground und Watchman Campground befinden sich in Springdale und sind in der Hauptsaison meist bis zum letzten Platz belegt. Reserviert rechtzeitig im Voraus oder weicht auf einen der privaten Campingplätze in der Umgebung aus. Einige Plätze wie der Zion Canyon Campground punkten mit Luxus wie Swimmingpool, Duschen und Spielplatz.

Wichtig, falls ihr etwas vergessen haben solltet: Bei Zion Outdoor oder der Zion Adventure Company könnt ihr alles von Wanderstöcken bis zum Sonnenhut nachkaufen.

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Die Geschichte des Zion National Park

Schon vor rund 8.000 Jahren siedelten Menschen in den fruchtbaren Tälern des Virgin River und streiften als Jäger und Sammler umher. Aus der Zeit um 500 v. Chr. wurden Maisanpflanzungen und aus Yucca geflochtene Körbe und Sandalen nachgewiesen. Später ließen sich verschiedene Stämme wie die Anasazi und die Fremont am Virgin River nieder, ehe sie von den Paiute verdrängt wurden.

Im 19. Jahrhundert tauchten schließlich die ersten Weißen in der Region auf. Der berühmte Old Spanish Trail, der von Santa Fé in New Mexico bis Los Angeles an der Pazifikküste durch den „Wilden Westen“ verlief, führte zum Teil am Virgin River entlang. Im Jahr 1847 etablierte sich die neue christliche Sekte der Mormonen – Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – in Utah, nachdem sie vor religiöser Verfolgung im Osten geflohen waren. Sie gründeten die Stadt Salt Lake City im damals noch menschenleeren Utah und breiteten sich zunehmend aus. Die ersten Siedler ließen sich 1851 im heutigen Zion National Park nieder. Einer der Mormonen nannte den malerischen Canyon „Zion“ nach dem biblischen Ort des Friedens. Der Kolob Canyon trägt den Namen des Planeten, der – nach den Vorstellungen der Mormonen – dem Heimatplaneten Gottes am nächsten liegt.

Leider handelte es sich für die Mormonen nicht um das gelobte Land. Nachdem Überflutungen die ohnehin kargen Ernten im Zion Canyon mehrfach zerstörten, verließen die Siedler das Land wieder. Auch die Paiute hatten sich mittlerweile zurückgezogen, sodass die Natur für lange Zeit ganz sich selbst überlassen blieb. Mit der Erschließung des Westens durch die Eisenbahn und die ersten Highways setzte im frühen 20. Jahrhundert schließlich der Tourismus rund um die Nationalparks der Region – Zion, Bryce Canyon und Grand Canyon – ein.

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