Das Valley of Fire: Zauber der feuerroten Wüste

Die spektakuläre Landschaft diente schon oft als Filmkulisse

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Lisa
7. November 2019
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Die Kontraste zwischen der Glitzermetropole Las Vegas und dem nur 80 Kilometer entfernten Valley of Fire könnten nicht größer sein. Allein dafür lohnt sich der Ausflug in diese menschenleere karge Wüstenlandschaft. Fast schon ein Bonus sind die bizarren Felsformationen, die in der Sonne in zahlreichen Farben leuchten.

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Valley of Fire Las Vegas

Der Besuch im Valley of Fire

Möchtet ihr das Valley of Fire besuchen, habt ihr zwei Möglichkeiten: die Teilnahme an einem organisierten Tagesausflug ab Las Vegas oder die Fahrt auf eigene Faust mit dem Mietwagen. Beides hat Vor- und Nachteile. Mit dem Mietwagen seid ihr flexibler, doch ihr müsst alles selbst organisieren. Bucht ihr eine der vielen Valley of Fire Touren, werdet ihr im Hotel abgeholt und von einer fachkundigen Reiseleitung begleitet. Besonders empfehlenswert sind organisierte Ausflüge für Touristen mit eingeschränkten Englischkenntnissen, da auch geführte Touren auf Deutsch angeboten werden.

Wollt ihr doch lieber auf eigene Faust fahren, folgt ihr ab Las Vegas dem Highway 15 bis zum Exit 93 nach Overton/Logandale. Der Valley of Fire State Park ist hier schon ausgeschildert. Plant etwa anderthalb bis zwei Stunden Fahrt für die Tour ab Las Vegas zum Valley of Fire. Die letzte Teilstrecke führt durch das fruchtbare Moapa Valley bis Overton, dem Tor zum Valley of Fire. Hier könnt ihr euch bei Bedarf mit Proviant und Trinkwasser eindecken. Interessiert ihr euch für die Geschichte der Ureinwohner der Region, solltet ihr dem Lost City Museum einen kurzen Besuch abstatten. Es zeigt Fundstücke aus einem Pueblo der Anasazi, das nach dem Bau des Stausees in den Fluten des Lake Mead versank.

Die Highlights im Valley of Fire

Das erste Highlight erwartet euch schon am Valley of Fire Highway vor dem Visitor Center: der berühmte Elephant Rock mit seinem kuriosen Felsrüssel. Im Visitor Center informiert euch eine Ausstellung über die Entstehung der Landschaft, die Geologie und die menschliche Besiedlungsgeschichte des Tals. Ihr zahlt hier den Eintritt für den Valley of Fire State Park – 10 US-Dollar pro Auto – und könnt eine Karte mit den verschiedenen Wanderwegen mitnehmen. Die meisten Highlights sind nur einen kurzen Spaziergang vom nächsten Parkplatz entfernt:

  • Rainbow Vista nennt sich der wohl schönste Aussichtspunkt mit Blick über das gesamte Valley of Fire.
  • Gleich nebenan liegt der Aussichtspunkt Fire Canyon/Silica Dome, seit einigen Jahren ein beliebtes Pilgerziel für Star-Trek-Fans. Hier hauchte Captain Kirk im Film „Treffen der Generationen“ sein Leben aus.
  • Zu den White Domes führt eine kurvenreiche, wunderschöne Straße, an der ihr noch Reste eines anderen Filmsets sehen könnt. Im Jahr 1966 wurde hier der Western „Die gefürchteten Vier“ mit Burt Lancaster gedreht.
  • Der sogenannte Mouse’s Tank ist ein kleiner Wassertümpel inmitten der feuerroten Felsen. Hier könnt ihr einige Felsmalereien der Ureinwohner sehen.
  • Die Petrified Logs sind 225 Millionen Jahre alte versteinerte Bäume. Sie sind die letzten Reste des urzeitlichen Waldes, der einst die Region bedeckte.
  • Im Südwesten liegen der Arch Rock – eine Steinbrücke –, der Atlatl Rock mit Felsmalereien, die Firecave und die Beehives dicht beieinander. Wenn ihr sonst keine Wanderungen plant, könnt ihr hier das Auto für kurze Zeit stehen lassen und euch die Beine bei einem Rundgang auf dem Scenic Loop vertreten.

Wollt ihr den einzigartigen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang im Valley of Fire erleben, solltet ihr eine Zwischenübernachtung in Erwägung ziehen. Ihr findet direkt am Valley of Fire Hotels wie das North Shore Inn und das Plaza Motel in Overton, mehrere Trailer Parks und Campingplätze. Die beiden Campingplätze im State Park bieten dank Solarenergie sogar Duschen mit Warmwasser.

Zu Fuß durch das Valley of Fire: Wanderungen im Park

Möchtet ihr im Valley of Fire State Park wandern, habt ihr ebenfalls die Wahl zwischen organisierten Touren ab Las Vegas mit fachkundigem Führer und selbstständigen Wanderungen entlang der insgesamt 12 ausgeschilderten Trails. Der wohl beliebteste Wanderweg führt über 2,4 Kilometer zum Fire Wave, einem mit auffälligen Streifen durchzogenen Sandstein. Die Strecke kann auch von Kindern und Senioren gut bewältigt werden. Über den 2 Kilometer langen White Domes Loop kommt ihr zu einem viel fotografierten Slot Canyon mit besonders engen steilen Wänden.

Für eine längere anspruchsvolle Wanderung empfiehlt sich der 7,2 Kilometer lange Pinnacles Loop. Dieser ist zwar markiert, doch einen eindeutig sichtbaren Wanderweg gibt es nicht. Der Vorteil: Ihr habt die Strecke oft ganz für euch allein.

Der 800 Meter lange Petroglyph Canyon Trail verdient kaum den Namen Wanderweg, doch er lohnt sich unbedingt. Er führt euch zu den Stellen, an denen indianische Felszeichnungen der Ureinwohner zu sehen sind.

Wissenswertes zum Valley of Fire State Park

Die feuerrot leuchtenden Sandsteinformationen, die dem Valley of Fire ihren Namen gaben, entstanden vor rund 150 Millionen Jahren aus Wanderdünen, die allmählich versteinerten. Tektonische Bewegungen und Erosion schufen die beeindruckenden Felsformationen. Schon im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde das Valley of Fire erstmals von Menschen besiedelt, die an zahlreichen Stellen Felsmalereien hinterließen. Im Jahr 1935 wurde das Valley of Fire der erste geschützte State Park im Bundesstaat Nevada. Aufgrund der geografischen Nähe zu Las Vegas ist der Park heute ein beliebtes Ziel für Tagesausflügler.

Das Wetter im Valley of Fire

Bitte denkt bei euren Planungen daran, dass das Valley of Fire eine Wüste ist. In den Sommermonaten von Juni bis September kann die Temperatur hier auf über 40 Grad steigen. Achtet unbedingt auf ausreichend Sonnenschutz und nehmt selbst für kurze Wanderungen viel Wasser mit. In den anderen Monaten ist es weit angenehmer. Im Winter kann es aber auch ziemlich kalt werden.

Valley of Fire

Red Rock Canyon oder Valley of Fire?

Las Vegas ist umgeben von einer spektakulär schönen Natur. Aufgrund der geografischen Nähe zu Las Vegas ist der Red Rock Canyon für viele Urlauber das bevorzugte Ziel für einen Ausflug. Sicher lohnt sich dies, doch wenn ihr die Wahl habt, solltet ihr einem Ausflug ins Valley of Fire den Vorzug geben. Die Fahrt dauert zwar länger, doch dafür erwarten euch hier einzigartige Eindrücke. Es ist kein Zufall, dass das Valley of Fire schon mehrmals als Filmkulisse diente. Diesen Ausflug solltet ihr euch also nicht entgehen lassen.

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