Natur wie gemalt: der Bryce Canyon und seine Hoodoos

Zu Gast im Amphitheater der Natur

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Lisa
7. November 2019
70 Bewertungen

Etwa vier Autostunden nordöstlich von Las Vegas entfernt, erwartet euch eine einzigartige Landschaft, die von der Natur über Jahrmillionen erschaffen wurde: der Bryce Canyon im gleichnamigen Nationalpark. Eine Attraktion, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet und die sich problemlos mit weiteren Zielen in der Umgebung wie dem Zion National Park kombinieren lässt.

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Der Besuch im Bryce-Canyon-Nationalpark

Herrlich unkompliziert ist ein organisierter Tagesausflug zum Bryce Canyon ab Las Vegas. Nach der Abholung im Hotel müsst ihr euch um nichts mehr kümmern. Ihr fahrt im klimatisierten Bus zum Bryce Canyon und besucht dort die schönsten Aussichtspunkte, ehe ihr das Gelände bei einer Wanderung auf eigene Faust erkundet. Alternativ könnt ihr diesen Ausflug natürlich auch im eigenen Mietwagen unternehmen, wenn euch die langen Fahrten nichts ausmachen.

Von Las Vegas aus folgt ihr dem Interstate Highway 15 in Richtung Salt Lake City bis zum Exit 95 Richtung Panguitch/Circleville und fahrt weiter bis zu dem kleinen Ort Bryce. Das Tor zum Bryce Canyon National Park besteht eigentlich nur aus einigen Hotels, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Ihr könnt euch hier mit Proviant für den Tag eindecken, Souvenirs kaufen oder besondere Aktivitäten wie einen Ausritt zu Pferd oder eine ATV-Tour buchen. Habt ihr nach der langen Autofahrt keine Lust mehr auf das Auto, parkt ihr es hier und steigt in den Bryce-Canyon-Shuttle-Bus um, der auf dem 29 Kilometer langen Scenic Drive verkehrt.

Etwa 3 Kilometer hinter dem Ort findet ihr das Bryce Canyon National Park Visitor Center mit einem sehenswerten kleinen Museum. Hier wird auch der Eintritt fällig: Er beträgt 35 US-Dollar für ein Fahrzeug samt Insassen und 20 US-Dollar für Einzelpersonen zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Die Fahrt auf der Panoramastrecke am Bryce Canyon

Vom Visitor Center kommend, erwarten euch nacheinander folgende Aussichtspunkte:

  • Sunrise Point
  • Sunset Point
  • Inspiration Point
  • Bryce Point

Alle vier bieten unterschiedliche Ausblicke über das natürliche Amphitheater des Bryce Canyon. Schon beim ersten Stopp am Sunrise Point wird euch der Anblick der zahlreichen Hoodoos, die hier farbenfroh in den Himmel ragen, die Sprache verschlagen. Nicht weiterfahren, bevor ihr den berühmten Hammer von Thor gesehen habt! Die Ausdehnung des Bryce Canyon wird euch am letzten weiter südlich gelegenen Bryce Point erst so richtig bewusst.

Andere Aussichtspunkte, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet, sind der weiter südlich gelegene Paria View, wo die Felsen in der tief stehenden Abendsonne wie Feuer leuchten, und der Fairview Point. Bei gutem Wetter eröffnet sich euch hier eine Sicht über zahlreiche Plateaus und das Grand Staircase-Escalante National Monument bis zum Nordrand des Grand Canyon. Bringt ihr ausreichend Zeit mit – zwei Stunden sollten es schon sein –, fahrt ihr die Route 63 bis zum südlichen Endpunkt entlang. Hier erwarten euch weitere Highlights wie die Natural Bridge und der Rainbow Point.

Wanderungen im Bryce Canyon

Um ein echtes Gefühl für die steil aufragenden Hoodoos und Felswände zu bekommen, müsst ihr zur Bühne des Amphitheaters hinabsteigen. Einige empfehlenswerte Wanderwege:

  • Der 4,6 Kilometer lange Navajo Trail & Queens Garden Trail nimmt etwa zwei Stunden in Anspruch. Ihr wandert an Thor’s Hammer vorbei, durch die enge Wall Street mit ihren steil aufragenden Felswänden und anschließend wieder hinauf zum oberen Rand. Kinder kommen gut mit der Strecke klar, doch für Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität kann der steile Weg bergab und wieder bergauf ziemlich beschwerlich sein.
  • Der nur 1,3 Kilometer kurze Mossy Cave Trail ist dann eine gute Alternative. Er führt an Hoodoos vorbei zu einem schönen Wasserfall und einer moosbewachsenen Höhle.
  • Der 12,9 Kilometer lange Fairyland Loop Trail ist eher für ambitionierte erfahrene Wanderer geeignet und führt vom Fairyland Point zu beeindruckenden Felsformationen wie der Chinesischen Mauer und der Tower Bridge. Am Sunset Point steigt ihr wieder zum Rim hinauf und fahrt mit dem Shuttle zurück nach Bryce.

Tipp: Möchtet ihr mehr über die Flora und Fauna im Bryce Canyon erfahren, schließt ihr euch am besten einer von einem Park Ranger geführten Tour an. Mit etwas Glück seht ihr scheue Bewohner wie Maultierhirsche, Wapitis und Präriehunde.

Wetter und Klima im Bryce-Canyon-Nationalpark

Aufgrund seiner Lage in 2.000 Metern Höhe ist es im Bryce Canyon kühler als beispielsweise im Grand Canyon. Bis Mai kann es sogar schneien. Doch auch bei angenehmen 20 bis 25 °C im Sommer solltet ihr die Sonnenstrahlung auf keinen Fall unterschätzen: Schützt eure Haut mit Sonnenschutzmitteln, tragt eine Kopfbedeckung und nehmt auf Wanderungen viel Wasser mit.

Wissenswertes zum Bryce Canyon

Der Bryce Canyon National Park liegt weiter nördlich als die beiden ebenfalls sehr bekannten Nationalparks Zion und Grand Canyon. Er wurde bereits 1928 zum Nationalpark erklärt, um die einzigartigen Hoodoos im Bryce Canyon zu schützen. Dabei handelt es sich um bis zu 45 Meter hohe Steinsäulen, die im Laufe von Jahrmillionen durch Erosion entstanden sind. Sie sind zwar auch in anderen Regionen im Westen der USA zu finden, doch nirgendwo treten sie in so hoher Dichte auf wie im Bryce Canyon.

Eine weitere Besonderheit ist die leicht geschwungene Abbruchkante des Plateaus, durch die sich riesige halbkreisförmige Talkessel gebildet haben. Die Nationalparkverwaltung spricht von einem natürlichen Amphitheater. Für euch hat diese Form den Vorteil, dass die wichtigsten Aussichtspunkte alle an einer einzigen Straße zu finden sind, die am oberen Rand des Amphitheaters entlangführt. Daneben gibt es natürlich die Möglichkeit, den Bryce Canyon auf diversen Wanderwegen näher zu erkunden und die einzigartige Naturschönheit noch besser auf sich wirken zu lassen.

Übernachten im Bryce Canyon

Viele Las-Vegas-Urlauber kombinieren ihren Besuch im Bryce Canyon mit einem Abstecher in den benachbarten Zion National Park. Das ist als Tagestour ab Las Vegas in einer Kleingruppe durchaus machbar, und ihr kehrt abends ins Hotel in Las Vegas zurück. Bringt ihr mehr Zeit mit, solltet ihr am ersten Tag den Zion National Park besuchen und abends am Bryce Canyon National Park übernachten. Er ist berühmt für seinen prächtigen Sternenhimmel fernab der Großstädte mit ihrer Lichtverschmutzung. Bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang entfalten die Hoodoos eine ganz besonders magische Atmosphäre. Nach einer längeren Wanderung kehrt ihr dann am zweiten Tag nach Las Vegas zurück.

Bryce Canyon & Zion-Nationalpark Tour ab Las Vegas

 Genießt atemberaubende Ausblicke und lauscht den Erklärungen eures Guides bei dieser Tour durch die zwei berühmtesten Nationalparks der USA – und das an nur einem Tag. Erfahrt mehr über die Geschichte von Las Vegas und lasst euch von der Natur begeistern.

  • Sprachen: Englisch, Spanisch, Portugiesisch
  • Dauer: 14 Stunden
  • Kosten: Erwachsene ab 200,60 € / Kinder ab 191,44 €
  • Gruppengröße: Maximal 14 Teilnehmer
  • Frühstück, Mittagessen, Snacks und Getränke inbegriffen
  • Nicht geeignet für Personen im Rollstuhl
  • Keine Haustiere erlaubt

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Bryce Canyon National Park Tour

 Wer sich jedoch weniger für den Zion-Nationalpark und ausschließlich für den Bryce Canyon interessiert, kann auch dafür einen passenden Tagesausflug buchen. Euer Guide wird euch hier die besten Wanderwege zeigen, auf denen ihr selbstständig auf Erkundungstour gehen könnt.

  • Sprache: Englisch
  • Dauer: 12,5 Stunden
  • Kosten: Ab 228,25 € pro Person
  • Gruppengröße: Maximal 13 Teilnehmer
  • Frühstück, Mittagessen, Getränke, Abholung und Ablieferung am Hotel inbegriffen

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